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© 2010 ASB KV Sömmerda e.V.

Betreuungen / Ehrenamt

Ehrenamt

Wenn Sie mit Ihrer Lebenserfahrung, Ihrem Wissen und Ihrer Fürsorge hilfsbedürftige Menschen unterstützen und begleiten möchten, dann kann das Vormundschaftsgericht Sie zum ehrenamtlichen Betreuer bestellen.

Die Aufgaben, die Sie als Betreuer übernehmen, werden vom Gericht festgelegt. Sie richten sich nach dem konkreten Unterstützungsbedarf des zu betreuenden Menschen. Das kann ein Gang zur Bank, die Begleitung zu einem Arztbesuch oder das Ausfüllen eines Antrages sein.
Sie erhalten für Ihre Aufwendungen (Telefon, Porto, Fahrgeld) eine finanzielle Entschädigung und sind für diese Tätigkeit für diese Tätigkeit über den Betreuungsverein haftpflichtversichert. Der Betreuungsverein unterstützt und berät Sie.

Ehrenamtliche Betreuerin, wie bin ich dazu gekommen? Ein Erfahrungsbericht

Durch Zufall erfuhr ich vom ASB- Betreuungsverein Sömmerda. Vorstellen konnte ich mir darunter nicht viel, also machte ich mit der Leiterin des Betreuungsvereins Frau Schröder einen Termin.
Sie erklärte mir unter anderem, dass ein Betreuer die Interessen eines zu betreuenden Menschen ahrzunehmen hat. Das hört sich nach einer sehr verantwortungsvollen Aufgabe an und ich zweifelte, dieser gerecht zu werden. Durch das kostenlose Weiterbildungsangebot für ehrenamtliche Mitarbeiter des ASB- Betreuungsvereins wurde mir diese Angst genommen.
So lernte ich dann auch meine heutige Betreute kennen. Etwa ein halbes Jahr hat unsere Kennlernphase gedauert, in der wir uns "beschnuppern" konnten. Nach einem Gespräch, in der die Betreute, die damalige Betreuerin und ich durch den zuständigen Amtsrichter angehört wurden, stand meiner Bestellung zur ehrenamtlichen Betreuerin nichts mehr im Weg.
Natürlich wurden dadurch für mich auch viele Fragen aufgeworfen, aber mit dem fachlichen Beistand des Betreuungsvereins konnte ich auch diese Hürde nehmen.
Meine Tätigkeit als ehrenamtliche Betreuerin wird auch von meiner Familie mitgetragen. Dies ist für mich wichtig, da es ja Zeit ist, die ich nicht für die Familie da bin.
Inzwischen bin ich so etwas wie eine Freundin für meine Betreute geworden. Da sie in einem Heim lebt, sind gemeinsame Ausflüge mit meiner Familie oder Besuche bei mir zu Hause eine zusätzliche Bereicherung in ihrem Alltag.

Zurückblickend kann ich nur jeden dazu ermuntern, ein solches Amt zu übernehmen. Es gibt viel an Dankbarkeit von den Betreuten zurück und überdies einen enormen Zuwachs an eigener Erfahrung.

Diana Rothe

 

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